Die Deutsche Bank hat auf die Einladung von AfD-Vertretern zu einer Veranstaltung des Verbands der Familienunternehmer in ihren Räumlichkeiten reagiert. Wie die Welt mit Bezug auf das Handelsblatt berichtet, kündigte das Geldhaus einen Vertrag für eine künftige Veranstaltung des Verbands.
Hintergrund ist der parlamentarische Abend der Familienunternehmer im Oktober. Für diesen waren erstmals auch AfD-Abgeordnete eingeladen worden.
Der kommende parlamentarische Abend des Verbandes wird jetzt also nicht mehr in den Räumlichkeiten der Deutschen Bank stattfinden. Ein Sprecher des Verbands wollte die Angelegenheit auf Anfrage nicht kommentieren.
Zu künftigen Planungen äußere man sich nicht, teilte die Deutsche Bank mit. In die Einladung von AfD-Vertretern im Oktober sei das Geldhaus nicht involviert gewesen. „Die Deutsche Bank hat für diese Veranstaltung Räumlichkeiten bereitgestellt, hat aber keine Kenntnis von der Gästeliste und auch kein Einfluss auf die Gästeliste“, sagte ein Sprecher.
Wie The Pioneer berichtet, war der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD, Leif-Erik Holm, an dem Abend zu Gast. Er ist Spitzenkandidat für die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026.
Verband der Familienunternehmer erklärt Brandmauer zur AfD für gescheitert
Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Familienunternehmer, Albrecht von den Hagen, hatte in der vergangenen Woche die sogenannte Brandmauer zur AfD für gescheitert erklärt. Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann sagte dem Handelsblatt, das „Kontaktverbot“ zu AfD-Bundestagsabgeordneten sei mit dem jüngsten parlamentarischen Abend Anfang Oktober aufgehoben worden. Auf Landesebene habe es diese Brandmauer ohnehin nie gegeben.
Trotzdem wolle der Verband die AfD „auf keinen Fall als Koalitionspartner in einer Regierung sehen“, betonte Ostermann.
Die Entscheidung der Deutschen Bank unterstreicht die Brisanz der Debatte um den Umgang mit der AfD.


