Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) haben nach tagelangen Tarifverhandlungen eine Einigung erzielt. Warnstreiks bei der Deutschen Bahn, von der beispielsweise die Berliner S-Bahn betroffen wäre, sind somit erst einmal vom Tisch.
Es ist die erste Tarifrunde zwischen der Bahn und der GDL seit dem Jahr 2018, die ohne Arbeitskämpfe endet. Begonnen hatten die Verhandlungen im Januar. Der Tarifvertrag war Ende Dezember ausgelaufen.
Ohne Einigung hätten Streiks gedroht
Insgesamt fünf Verhandlungsrunden waren angesetzt. Bis einschließlich Februar galt eine Friedenspflicht, während der die GDL nicht zu Arbeitskämpfen aufrufen konnte. Wären die Verhandlungen diese Woche gescheitert, hätten im März umfassende Warnstreiks mit erheblichen Auswirkungen auf den bundesweiten Bahnverkehr gedroht.
Am Vormittag gaben Bahn und GDL erste Details der Einigung bekannt. Es soll fünf Prozent mehr Lohn über zwei Jahre geben. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wird es weitere Anpassungen in der Entgeltstruktur geben, die individuell wirken. Dazu gehört etwa die Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe und die gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale. Die Mitarbeitenden erhalten darüber hinaus eine Einmalzahlung von 700 Euro. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate, daran schließt sich eine dreimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht bis zum 31. März 2028 an.


