Die Deutsche Bahn hat ihren Fahrgästen im vergangenen Jahr insgesamt rund 156 Millionen Euro an Entschädigungen für Verspätungen und Zugausfälle ausgezahlt. Das entspricht einem Rückgang von knapp 41 Millionen Euro im Vergleich zu 2024.
Fernverkehrsvorstand Peterson erklärte der Süddeutschen Zeitung, dass der Konzern den Rückgang vor allem auf das Ausbleiben größerer Sonderereignisse zurückführe. Im Jahr davor hatten unter anderem Streiks den Bahnverkehr massiv beeinträchtigt und die Entschädigungszahlungen in die Höhe getrieben. Solche außergewöhnlichen Störungen seien im vergangenen Jahr ausgeblieben, so Peterson.
Trotz des Rückgangs um rund ein Fünftel bewertete der Fernverkehrsvorstand die Summe als erhebliche finanzielle Belastung für das Unternehmen. Die 156 Millionen Euro verdeutlichen, dass Unpünktlichkeit und Zugausfälle im deutschen Fernverkehr weiterhin ein strukturelles Problem darstellen – auch ohne zusätzliche Krisenfaktoren wie Arbeitskämpfe.


