24 Jahre nach der Währungsumstellung liegen in deutschen Haushalten noch immer Scheine und Münzen im Wert von rund 12 Milliarden Mark – 5,6 Milliarden davon sind Banknoten, 6,5 Milliarden sind Münzen, wie der BR berichtet.
Bis Ende November wurden von mehr als 80.000 Menschen sogenannte „Schlafmünzen“ im Wert von 42 Millionen Mark bei der Bundesbank umgetauscht. Laut einem Sprecher kommen Kunden üblicherweise nach Wohnungsauflösungen mit der alten Währung. Auch wurden vermehrt Münzsammlungen aufgelöst, weil der Wert der D-Mark-Münzen nicht gestiegen ist.
„In Deutschland gibt es eine starke Verankerung in Bargeld“
Warum das Geld bisher nicht umgetauscht wurde, habe vielerlei Gründe, meint Bundesbank-Sprecher Deichert: „Es werden sicher noch viele D-Mark irgendwo im Ausland liegen. Und so einige haben das Geld vielleicht bewusst zu Hause gesammelt. Als Erinnerung.“ Die D-Mark ist für viele immerhin stark verbunden mit einem wirtschaftlichen Aufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg.
Eine andere Erklärung kann aber auch sein, dass man hierzulande die baren Münzen und Scheine noch sehr schätzt. „In Deutschland gibt es eine starke Verankerung in Bargeld“, sagt der Wirtschaftspsychologe Stefan Trautmann vom Heidelberger Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften. Das sei anders als in vielen anderen Ländern. Man horte durchaus noch Bargeld. „So kann es vorkommen, dass vielleicht Summen vergessen werden.“

