Wirtschaftsflaute

Zehntausende Jobs auf der Kippe: Coca-Cola, Nestlé und Lufthansa starten Sparoffensive

Coca-Cola, Nestlé und Lufthansa streichen zehntausende Stellen. Die Börse reagiert gespalten auf die Sparoffensive. Hier die Zahlen.

Auch bei Coca Cola wird jetzt gespart.
Auch bei Coca Cola wird jetzt gespart.Imago

Die eingetrübten Wirtschaftsaussichten hinterlassen immer tiefere Spuren bei den globalen Konzernen. Mit Coca-Cola, Nestlé und der Lufthansa kündigten nun drei Branchengrößen umfassende Stellenstreichungen an, um sich für die erwartete Konjunkturflaute zu wappnen. Insgesamt dürften zehntausende Arbeitsplätze auf der Kippe stehen.

Den Anfang machte der US-Getränkeriese Coca-Cola. Das Unternehmen bestätigte am Freitag, am Hauptsitz in Atlanta rund 75 Stellen oder 2,5 Prozent der dortigen Belegschaft abzubauen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Reorganisation, mit der der Konzern seine Strukturen verschlanken will. Der Jobabbau soll bis Ende Februar vollzogen sein.

Massive Einschnitte bei Nestlé

Wesentlich massiver fallen die Einschnitte beim Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé aus. Bis 2027 sollen hier weltweit rund 16.000 Stellen gestrichen werden, davon 12.000 in der Verwaltung und 4.000 in Produktion und Lieferkette.

„Die Welt verändert sich, und Nestlé muss sich noch schneller verändern“, begründete Konzernchef Philipp Navratil die „schwierigen, aber notwendigen“ Schritte. Durch die Kürzungen will Nestlé seine Kosten um gut eine Milliarde Euro pro Jahr senken.

Auch Lufthansa unter Druck

Auch bei Deutschlands größter Fluggesellschaft, der Lufthansa, steht ein größerer Personalabbau bevor. Insidern zufolge plant der Konzern, in den kommenden Jahren mehrere tausend Stellen zu streichen, vor allem in der Verwaltung. Eine konkrete Zahl steht noch nicht fest, Beobachter rechnen aber mit einem Abbau im mittleren vierstelligen Bereich. Offiziell wollte die Lufthansa die Informationen nicht kommentieren.

Die Häufung der Hiobsbotschaften verdeutlicht, wie stark viele Unternehmen unter den trüben Konjunkturaussichten leiden. Gerade Konzerne mit hohen Fixkosten wie Airlines oder Industriekonzerne stehen besonders unter Druck, ihre Kostenstrukturen zu optimieren. Aber auch Konsumgüterhersteller wie Coca-Cola und Nestlé bekommen die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zu spüren.