Peking pocht auf Völkerrecht

China fordert Freilassung Maduros und hält an Öl-Geschäften mit Venezuela fest

China verschärft nach der Festnahme von Maduro den Ton gegenüber den USA. Zugleich signalisiert Peking, dass es seine Interessen in Venezuela nicht preisgeben will.

Peking: Lin Jian, Sprecher des chinesischen Außenministeriums
Peking: Lin Jian, Sprecher des chinesischen AußenministeriumsJohannes Neudecker/dpa

China hat nach der Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten seine Kritik an Washington verschärft und zugleich signalisiert, dass Peking an den Beziehungen zu Venezuela festhalten will. Außenamtssprecher Lin Jian erklärte am Montag, China sei „zutiefst besorgt“ über die Festnahme Madurós und dessen Abtransport in die USA.

Das Vorgehen der USA verstoße gegen Völkerrecht, grundlegende Normen internationaler Beziehungen sowie gegen Ziele und Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen, heißt es in einer Mitschrift des chinesischen Außenministeriums, über die unter anderem die South China Morning Post berichtet. Peking forderte die USA außerdem auf, die Sicherheit von Maduro und seiner Ehefrau zu gewährleisten und beide sofort freizulassen.

Berliner Zeitung

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