Frankreich

Wegen Cybermobbing gegen Brigitte Macron: Zehn Personen schuldig gesprochen

Wegen beleidigender Online-Kommentare gegen Brigitte Macron standen in Frankreich mehrere Personen vor Gericht. Nun ist ein Urteil gefallen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte Macron
Der französische Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte MacronLudovic Marin/AFP

Ein Pariser Gericht hat am Montag zehn Personen wegen Cybermobbings von Brigitte Macron, der Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, für schuldig befunden. Die Angeklagten hätten Brigitte Macron mit „böswilligen und herabwürdigenden Formulierungen angegriffen“, erklärte der Vorsitzende Richter Thierry Donnard.

Den Angeklagten wurde vorgeworfen, in sozialen Netzwerken Beleidigungen und Gerüchte über Brigitte Macron verbreitet oder weitergeleitet zu haben, wie die französische Zeitung Le Monde berichtete. Sie wurden demnach beschuldigt, den Altersunterschied von 24 Jahren zwischen dem Präsidentenpaar mit Pädophilie in Verbindung gebracht und behauptet zu haben, Brigitte Macron sei als Mann geboren worden.

Acht Angeklagte erhielten dem Bericht zufolge Bewährungsstrafen von vier bis acht Monaten, ein neunter Mann wurde wegen Nichterscheinens zur Verhandlung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Eine zehnte Person wurde angewiesen, an einem Kurs gegen Hassrede im Internet teilzunehmen.

Das Urteil folgt auf jahrelange Verschwörungstheorien im Internet, nach denen Brigitte Macron unter dem Namen Jean-Michel geboren worden sei, der in Wirklichkeit der Name ihres Bruders ist. Die Macrons haben in diesem Zusammenhang in den USA eine Klage gegen die rechte Influencerin Candace Owens eingereicht.