Jahrelanger Rechtsstreit

Berliner Gericht entscheidet: Abou-Chaker muss Bushido Millionen-Summe zahlen

Seit Jahren streiten sich der Rapper und Abou-Chaker vor Gericht. Nun steht fest: Das Gericht gibt dem Rapper recht.

Arafat Abou-Chaker muss eine Geldsumme an den Rapper Bushido zahlen.
Arafat Abou-Chaker muss eine Geldsumme an den Rapper Bushido zahlen.Pressefoto Wagner

Der Zivilsenat des Berliner Kammergerichts hat die Berufung von Arafat Abou-Chaker im Prozess gegen den Rapper Bushido abgewiesen. Das bestätigte das Kammergericht der Berliner Zeitung. Die Richter bestätigten damit das Urteil des Berliner Landgerichts, demzufolge Abou-Chaker Geld an Bushido (bürgerlich Anis Ferchichi) zurückzahlen muss. 

Dabei geht es um die von Bushido an Abou-Chaker gezahlten Managerhonorare, die nun vollständig zurückerstattet werden müssen.  Insgesamt 1.780.805,59 Euro, zuzüglich Zinsen. Abou-Chaker werden auch die „Kosten des Berufungsverfahrens auferlegt“.

Jahrelanger Rechtsstreit zwischen Bushido und Abou-Chaker

Arafat Abou-Chaker wurde vom Landgericht dazu verurteilt, an Bushido diesen ca. 1,78 Mio. EUR zu zahlen. Dagegen wehrte er sich – ohne Erfolg, wie jetzt klar ist. 

Seit Jahren führen Bushido und Abou-Chaker einen Rechtsstreit. Hintergrund ist dabei vor allem um die Frage, ob und inwiefern Abou-Chaker gleichberechtigter Geschäftspartner oder nur Manager von Bushido war. Abou-Chaker hatte stets betont, es habe eine entsprechende Vereinbarung als Geschäftspartner gegeben. Daher habe er an Bushidos Einnahmen aus Plattenverkäufen und Konzerten beteiligt werden müssen. Das Berliner Kammergericht sieht dies anders.

In einem anderen Prozess wurde Abou-Chaker vom Berliner Landgericht vom Vorwurf freigesprochen, er habe Bushido zur Zahlung von Millionenbeträgen erpressen wollen, ihn dafür eingesperrt und dessen Familie bedroht. Die Richter verurteilten Abou-Chaker lediglich wegen 13 Fällen von unerlaubten Tonbandaufnahmen zu einer Geldstrafe von gesamt 81.000 Euro, aufgeteilt auf 90 Tagessätze à 900 Euro