Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt hat alarmierende Zahlen zum Problem der wilden Müllentsorgung in der Hauptstadt veröffentlicht. Demnach gingen im gesamten Jahr 2025 berlinweit fast 200.000 Hinweise auf illegal abgestellten Müll ein – mehr als 500 pro Tag. Die Kosten für die Beseitigung stiegen auf über 13 Millionen Euro.
Möbel, Kühlschränke, Matratzen am Straßenrand, Bauschutt im Gebüsch, große blaue Säcke auf dem Gehweg – das Bild gehört in vielen Berliner Kiezen zum Alltag. Ein Beispiel: Für die Ringbahnstraße zwischen den S-Bahnhöfen Hermannstraße und Neukölln notierte ein Hinweisgeber schlicht: „Ganze Straße sehr dreckig."
Kosten und Müllmengen steigen Jahr für Jahr
Die Zahlen belegen einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Bereits 2024 hatte die Berliner Stadtreinigung (BSR) nach eigenen Angaben rund 54.000 Kubikmeter illegale Ablagerungen beseitigt – ein Volumen, das etwa 70 Einfamilienhäusern entspricht. Das waren acht Prozent mehr als im Vorjahr 2023. Die Kosten für die Beseitigung lagen laut BSR bei rund 10,3 Millionen Euro.
Für 2025 hat die BSR zwar noch keine eigenen Daten veröffentlicht, doch die Senatsverwaltung für Umwelt beziffert die Ausgaben bereits auf mehr als 13 Millionen Euro – ein erneuter und deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Senat räumt Problem ein
Die Flut an Meldungen macht deutlich, dass Berlin sein Müllproblem nach wie vor nicht in den Griff bekommen hat. Das ist auch dem Senat bewusst. „Illegale Ablagerungen sind in den zurückliegenden Jahren zu einem immer größeren Ärgernis geworden", erklärte die Senatsverwaltung für Umwelt. Offen bleibt, ob sich die Lage künftig verbessern wird – oder ob der Trend weiter in die falsche Richtung zeigt.


