Ölkrise

Bericht: Anschlag auf Öl-Pipeline gefährdete süddeutsche Versorgung

Medienberichten zufolge soll in Italien eine Ölpumpe sabotiert worden sein. In der Folge sollen Raffinerien in Deutschland Probleme bekommen haben.

Die von der unterbrochenen Versorgung betroffene Raffinerie Miro in Karlsruhe
Die von der unterbrochenen Versorgung betroffene Raffinerie Miro in KarlsruheChristian Ditsch/Imago

Nach Berichten der Welt am Sonntag und des Business Insiders vom Freitag hat ein Sabotageakt auf die Stromversorgung der Transalpinen Pipeline (TAL) in Norditalien Ende März die Rohölversorgung Süddeutschlands für drei Tage unterbrochen. Das Bundeskriminalamt steht demnach mit den italienischen Behörden in Kontakt. Ob ein politisches Motiv vorliegt, werde noch ermittelt.

Bei dem Anschlag wurde laut den Berichten die Stromversorgung einer Pumpstation bei Terzo di Tolmezzo in den italienischen Alpen beschädigt. Deutschlands größte Raffinerie Miro bei Karlsruhe sowie die Bayernoil-Raffinerie in Bayern hätten daraufhin drei Tage lang aus lokalen Reserven wirtschaften müssen. Die Tankstellenversorgung sei  nicht beeinträchtigt gewesen.

Die TAL ist die zentrale Versorgungsleitung für süddeutsche Raffinerien. Sie transportiert Rohöl vom italienischen Triest über 753 Kilometer nach Norden. Die Raffinerie Miro ist für Süddeutschland von großer Bedeutung: Sie versorgt nach eigenen Angaben jeden Tag zehn Millionen Menschen mit Kraftstoffen und Heizöl, sowie Tausende Karlsruher Haushalte mit Fernwärme.