Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat offenbar in den letzten Tagen gegenüber anderen Demokraten Zweifel geäußert, ob Joe Biden die US-Präsidentschaftswahl im November gewinnen kann. Wie die Washington Post berichtet, solle Biden laut Obama die „Durchführbarkeit seiner Kandidatur ernsthaft in Erwägung ziehen“. Biden war Vizepräsident in der Obama-Administration von 2008 bis 2016.
Der Zeitung zufolge soll Obama hinter den Kulissen mit zahlreichen besorgten Demokraten telefoniert haben, die ebenfalls an einer Kandidatur Bidens zweifeln. Darunter sei auch die Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi.
Sie erhalten eine Bestätigung per E-Mail.
Obama besorgt über Bidens Umfragewerte
Obama habe sich zudem in Gesprächen besorgt über die Umfragewerte Bidens gezeigt. Diese sehen für Biden immer schlechter aus, während der Republikaner Donald Trump zunehmend Wähler gewinnt. Auch das Abspringen von Spendern für den Wahlkampf macht Obama offenbar Sorgen.
Mehrere Demokraten im Kongress zogen bereits ihre Unterstützung für Joe Biden zurück. In einem vergangene Woche veröffentlichten Artikel in der New York Times forderte der Hollywood-Schauspieler George Clooney den Rückzug Bidens aus dem Rennen. Clooney galt als großer Spender für Bidens Wahlkampf-Kampagne.
Der Druck auf den Präsidenten wächst. Berichten zufolge hat er sich zuletzt mit dem Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, sowie dem Minderheitenführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, getroffen. Beide hätten Biden gewarnt, dass seine Kandidatur die Aussichten der Demokraten bei der Wahl im November trübt.


