Australien und Kanada haben mehrere neue Vereinbarungen im Bereich kritischer Mineralien unterzeichnet. Wie aus einer gemeinsamen Erklärung beider Regierungen vom Donnerstag hervorgeht, umfassen die Abkommen eine engere Kooperation in der Forschung, Investitionsförderung und den Austausch geologischer Daten. Beide Länder gehören zu den weltweit größten Produzenten von Rohstoffen wie Lithium, Kobalt und seltenen Erden, die für Batterien, Halbleiter und Verteidigungstechnologien unverzichtbar sind.
Australiens Regierungschef Anthony Albanese und der kanadische Premierminister Mark Carney unterzeichneten die Abkommen am Rande eines bilateralen Treffens. Laut der Nachrichtenagentur Reuters betonte Albanese, die Partnerschaft stärke die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit beider Nationen. Carney erklärte, Kanada und Australien teilten das strategische Interesse, Lieferketten zu diversifizieren und sich weniger anfällig für geopolitische Risiken zu machen.
Strategische Mineralien für Energiewende
Die Vereinbarungen sehen laut der gemeinsamen Erklärung auch eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Weiterverarbeitung von Mineralien vor – ein Bereich, in dem bislang vor allem China dominiert. Australien und Kanada wollen gemeinsam daran arbeiten, mehr Wertschöpfung im eigenen Land zu halten, statt Rohstoffe lediglich zu exportieren.
Beide Regierungschefs verwiesen auf die wachsende globale Nachfrage nach diesen Rohstoffen im Zuge der Energiewende. Kritische Mineralien sind Grundlage für Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen und Solarzellen – also Technologien, die für die Dekarbonisierung der Wirtschaft zentral sind.
Multilaterale Partnerschaften als Rahmen
Darüber hinaus bekräftigten beide Seiten ihre Absicht, die Zusammenarbeit im Rahmen bestehender multilateraler Initiativen wie der Minerals Security Partnership auszubauen. Diese von den USA initiierte Partnerschaft bündelt die Bemühungen gleichgesinnter Staaten, kritische Rohstofflieferketten abzusichern.
Die neuen Abkommen reihen sich in eine Serie bilateraler Initiativen ein, mit denen westliche Staaten ihre Rohstoffversorgung breiter aufstellen wollen.


