Nach der Tötung einer Frau in Esplugues de Llobregat, einer westlich an Barcelona grenzenden Stadt, hat die Kommunalverwaltung zwei Tage Trauer ausgerufen und für Montagabend zu einer Kundgebung vor dem Rathaus aufgerufen. Das berichtet das lokale Online-Medium Esplugues Digital unter Berufung auf eine Mitteilung der Stadtverwaltung.
🏴 Des de l’Ajuntament d’#Esplugues decretem dos dies de dol oficial per la mort violenta d’una veïna al barri de Finestrelles.
— Ajuntament d'Esplugues de Llobregat (@ajesplugues) May 2, 2026
Convoquem una concentració aquest dilluns 4 de maig a les 18 hores com a mostra de condol.
Consulta tots els detalls a la notícia:… pic.twitter.com/2204hJrBk0
Die Flaggen an städtischen Gebäuden wurden auf halbmast gesetzt. Die Stadt verurteilte die Tat laut Esplugues Digital und sprach der Familie der Getöteten ihr Beileid aus. Anwohner haben nach Angaben des katalanischen Senders 3Cat zusätzlich eine eigene Gedenkveranstaltung angekündigt. Die Stadtverwaltung erklärte laut der Nachrichtenagentur EFE, der Fall habe Auswirkungen auf „das Zusammenleben und die öffentliche Sicherheit“.
Tat im Stadtteil Finestrelles
Laut der der Tagezeitung El País ereignete sich die Tag am Samstag gegen elf Uhr in der Calle Joan Miró im Stadtteil Finestrelles, einem Wohngebiet nahe dem Krankenhaus Sant Joan de Déu. Ein Notruf meldete, ein Mann habe eine Frau schwer verletzt und sei geflüchtet. Nach ermittlungsnahen Quellen, die EFE zitiert, stach der Angreifer mehrfach mit einem großen Messer auf die Frau ein. Anwohner berichteten EFE, der Mann habe das Messer zuvor offen in der Straße gezeigt und nervös gewirkt.
Die Zeitung El País berichtet unter Berufung auf eigene Recherchen, das Opfer sei eine junge Frau gewesen, die Stichverletzungen am Hals, am Brustkorb und am Bauch aufwies. Der medizinische Notdienst SEM versorgte am Tatort zudem einen 58 Jahre alten Mann mit leichten Verletzungen am Arm. Nach Angaben des Senders 3Cat wurde dieser Helfer verletzt, als der Angreifer auf der Flucht einen Stein nach ihm warf.
Festnahme in Barcelona
Nach Darstellung von El País bedrohte der Mann auch die Beamten der katalanischen Polizei Mossos d’Esquadra mit einem Messer. Die Polizisten verfolgten ihn entlang der Avenida Diagonal und nahmen ihn im Stadtteil Les Corts in Barcelona fest.
Die Ermittlungen führt die Kriminalabteilung der Mossos, ein Richter ordnete Geheimhaltung an. Einen Fall geschlechtsspezifischer Gewalt schloss die Polizei laut 3Cat nach bisherigem Stand aus. Wie Tatverdächtiger und Opfer zueinander standen, ist demnach unklar. Die Ermittler nehmen Zeugenaussagen auf und prüfen auch, ob der verletzte Mann ebenfalls vom Festgenommenen angegriffen wurde.
Bürgermeister Eduard Sanz erklärte in einer von 3Cat zitierten Mitteilung, Esplugues werde „mit Gelassenheit, Einigkeit und Entschlossenheit“ reagieren. Er rief dazu auf, ungeprüfte Informationen nicht weiterzuverbreiten.


