Atomverhandlungen

Angriff auf den Iran? Trump deutet Entscheidung innerhalb von zehn Tagen an

Die USA müssen laut Trump „einen Schritt weiter gehen“, sollten die Atomgespräche mit dem Iran ergebnislos bleiben.

US-Präsident Donald Trump bei der Auftaktsitzung des Friedensrates
US-Präsident Donald Trump bei der Auftaktsitzung des FriedensratesMurat Gok/imago

US-Präsident Donald Trump hat vor dem Hintergrund laufender Atomverhandlungen erneut Druck auf den Iran ausgeübt. Falls keine Einigung erzielt wird, müssten die USA möglicherweise „einen Schritt weiter gehen“, erklärte Trump bei der Auftaktsitzung des von ihm ins Leben gerufenen Friedensrats. Weiter sagte er: „Sie werden es wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden.“

Über die Gespräche mit dem Iran erklärte Trump, es habe sich im Laufe der Jahre gezeigt, „dass es nicht einfach ist, ein sinnvolles Abkommen mit dem Iran zu schließen“. Es müsse jedoch ein Abkommen geschlossen werden, „sonst passieren schlimme Dinge“, so Trump.

USA rüsten massiv auf – Iran droht

Die USA haben zuletzt massiv Streitkräfte in die Region verlegt, darunter den Flugzeugträger USS Gerald R. Ford. US-Medienberichten zufolge haben die US-Streitkräfte ihre Vorbereitungen für einen möglichen Militärschlag gegen den Iran so weit vorangetrieben, dass ein Angriff bereits an diesem Wochenende möglich wäre. Trump habe jedoch noch keine Entscheidung getroffen.

Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, reagierte in einem Beitrag auf X mit eigenen Drohungen auf die Entsendung des Flugzeugträgers. „Natürlich ist ein Kriegsschiff ein gefährliches Stück Militärtechnik“, hieß es. Noch gefährlicher sei jedoch „die Waffe, die dieses Kriegsschiff auf den Meeresgrund befördern kann“.

Die USA und der Iran verhandeln seit Anfang Februar unter Vermittlung des Oman über das iranische Atomprogramm. Eine zweite Runde indirekter Gespräche fand am Dienstag in Genf statt. Trump verwies auf „sehr gute Treffen“ seiner Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit der iranischen Seite.

Sprecherin Karoline Leavitt erklärte am Mittwoch, Diplomatie sei stets Trumps erste Wahl, ein Militärschlag bleibe aber auf dem Tisch. „Es gibt viele Gründe und Argumente, die man für einen Angriff auf Iran anführen könnte“, sagte sie. US-Außenminister Marco Rubio soll am 28. Februar nach Israel reisen, um auch Premierminister Benjamin Netanjahu über den Stand der Verhandlungen zu unterrichten. (mit AFP)