Wahl

AfD strebt ersten Landrat in Brandenburg an – Spannung bei Wahl in der Uckermark

In der Uckermark trifft die CDU-Landrätin auf den Bewerber der AfD. Die Wahl kann Signalwirkung über die Region hinaus haben.

Ein Wahlplakat für die Landratswahl des AfD-Landtagsabgeordneten Felix Teichner.
Ein Wahlplakat für die Landratswahl des AfD-Landtagsabgeordneten Felix Teichner.Jens Kalaene

Am Sonntag entscheiden rund 100.000 Wahlberechtigte in der Uckermark, wer in den kommenden acht Jahren an der Spitze des Landkreises stehen wird. Die Wahl könnte historische Bedeutung für Brandenburg haben, da die AfD mit dem Landtagsabgeordneten Felix Teichner erstmals einen Landrat stellen könnte.

Die derzeitige Landrätin Karina Dörk von der CDU tritt erneut an, um ihr Amt zu verteidigen. Ihr Herausforderer ist der 35-jährige Felix Teichner, der für die AfD antritt. Die Partei hat im Kreistag der Uckermark bereits die stärkste Fraktion inne, was ihr zusätzliche Chancen einräumen könnte.

Richtungsweisende Entscheidung

Die AfD wird vom Verfassungsschutz des Landes Brandenburg als eine „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestuft. Die Partei hat rechtliche Schritte gegen diese Einstufung eingeleitet. Ein Wahlsieg des AfD-Kandidaten könnte Signalwirkung auf andere Regionen in Deutschland haben, in denen die Partei ebenfalls auf kommunaler Ebene zunehmend Einfluss gewinnt.

Die Uckermark, eine Region im Nordosten Brandenburgs, steht damit vor einer richtungsweisenden Entscheidung, die nicht nur für die Verwaltung des Landkreises, sondern auch für die politische Ausrichtung der Region von Bedeutung sein könnte.