Weihnachten im geteilten Berlin

Das Leuchten im Privaten: Warum das Fest im Osten mehr war als Mangel

Während im Westen der Konsum regierte, zählten im Osten Kreativität und Zusammenhalt. Von Schwibbogen und echter Nestwärme: Warum die Mangelwirtschaft das Weihnachtsfest menschlicher machte.

Besonders im „Weihnachtsland“ Erzgebirge schmücken die Pyramiden, Nussknacker, Räuchermänner und Lichterbogen in der Adventszeit fast jede Wohnung.
Besonders im „Weihnachtsland“ Erzgebirge schmücken die Pyramiden, Nussknacker, Räuchermänner und Lichterbogen in der Adventszeit fast jede Wohnung.Wolfgang Thieme/dpa

Wenn man heute durch das weihnachtliche Berlin streift, dominiert der hektische Glanz. Die Lichterketten am Kurfürstendamm und die vollen Einkaufstüten scheinen das Maß aller Dinge zu sein.

Doch wer tiefer in die Geschichte der Stadt blickt, entdeckt eine andere Erzählung. Es ist die Geschichte von Ost-Berlin, wo Weihnachten oft leiser, aber dafür menschlich intensiver gefeiert wurde. Historiker und Soziologen deuten die vermeintliche „Mangelwirtschaft“ heute zunehmend anders: als eine Zeit der sozialen Dichte, in der Werte zählten, die im Westen unter Geschenkpapierbergen zu verschwinden drohten.

Berliner Zeitung

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