Profit vor Patienten

Zahnarzt keine Kassenleistung? Ein weiterer Angriff auf Menschen mit geringem Einkommen

Der CDU-Wirtschaftsrat will Zahnbehandlungen zur Privatsache machen. Das wäre der endgültige Abschied vom Solidarprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung.

Ein junger Mann beim Zahnarzt
Ein junger Mann beim Zahnarztimago

Behandlungen beim Zahnarzt sollen nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bezahlt werden. Das ist jedenfalls eine Forderung des CDU-Wirtschaftsrats. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung zählt dieser Vorstoß zu einem Katalog mit dem Titel „Agenda Arbeitnehmer“. Adressat ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Zahnarztbesuche also nur noch als Privatangelegenheit? Schon jetzt müssen GKV-Mitglieder in diesem Bereich der Medizin für etliche Leistungen selbst aufkommen – etwa für Prothetik. Viele sichern sich deshalb über eine Zusatzversicherung ab.

Die in der privaten Krankversicherung (PKV) tätigen Unternehmen dürften sich über den Vorschlag aus der Union und die damit verbundenen weiteren Einnahmen freuen. Schon jetzt verzeichnen sie gute Geschäfte. Etwa neun Millionen Menschen sind Kunden der PKV.

Berliner Zeitung

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