Kriminalitätsstatistik

Zahl der Straftaten in Berlin gesunken – aber die Angst-Delikte wurden mehr

Vor allem Diebstahl und „Kontrolldelikte“ wie Drogenverstöße und Verstöße gegen Ausländerrecht lassen die Zahlen sinken. Straftaten, die viele Berliner fürchten, steigen massiv an.

Polizisten gehen in Berlin-Neukölln gegen die Organisierte Kriminalität vor.
Polizisten gehen in Berlin-Neukölln gegen die Organisierte Kriminalität vor.Olaf Wagner

Berlins Polizei hat im vergangenen Jahr zwar weniger Kriminalität verzeichnet. Sie registrierte insgesamt 502.743 Straftaten. Das sind 6,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings bleibt diese Bilanz durchwachsen. Denn Delikte, die das Sicherheitsgefühl der Berliner nachhaltig beeinträchtigen, haben zugenommen.

Bei den Rohheitsdelikten, zu denen unter anderem Raub und Körperverletzungen gehören, ging die Zahl leicht zurück: von 81.460 auf 80.541 Fälle. Auch die Zahl der Diebstähle sank – zum Beispiel bei Autodiebstahl um 20,1, bei Fahrraddiebstahl um 16,5 oder bei Taschendiebstahl um 14,6 Prozent. Das kann aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei an der guten Arbeit der Polizei liegen, oder daran, dass die für solche Taten oft verantwortlichen reisenden Banden gerade woanders unterwegs sind.

Berliner Zeitung

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