Proteste

Linke und Islamisten in Berlin: Wie der Iran-Krieg die zwei Szenen zusammenschweißt

Der Angriff Israels und der USA auf die Mullahs befeuert die Kundgebungen in Berlin. Der Verein Democ hat Hinweise, dass die Szene unter anderem aus der Türkei gesteuert wird.

Deutsche Linke und Araber vereint für die Mullahs: eine Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz.
Deutsche Linke und Araber vereint für die Mullahs: eine Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz.Andreas Kopietz/Berliner Zeitung

Der Krieg gegen Iran hat der israelfeindlichen Szene in Berlin neuen Schwung verliehen. Zudem gibt es Erkenntnisse, dass die Szene unter anderem aus der Türkei gesteuert wird. Seit Beginn der Militäroperation Israels und der USA am vergangenen Sonnabend hat das Demonstrationsgeschehen der sogenannten propalästinensischen Szene in Berlin wieder zugenommen.

Während in deutschen Städten, darunter in Berlin, Tausende Iraner das militärische Vorgehen in ihrem Heimatland bejubeln, wird von anderen Demonstranten der getötete religiöse Diktator Ali Khamenei als Märtyrer heroisiert. So fand unter anderem am Dienstag auf dem Alexanderplatz eine links-islamistische Solidaritätskundgebung für die Mullahs statt. Unter den etwa 250 Teilnehmern waren kommunistische Kleingruppen wie Spartakisten und Vierte Internationalisten sowie  linke Studentengruppen und der harte Kern der international vernetzten Palästinenserszene, der schon seit dem Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023 auf Israel auf Berlins Straßen demonstriert.

Berliner Zeitung

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