Wiedervereinigung

Der Siegeszug mit Hut: Wie das Ost-Ampelmännchen den Westen eroberte

Vom sozialistischen Verkehrssymbol zum millionenschweren Markenzeichen. Wie die friedlichste feindliche Übernahme der Nachkriegszeit gelang.

Ampelmännchen vor dem Brandenburger Tor
Ampelmännchen vor dem Brandenburger TorWolfgang Maria Weber/imago

Als die Mauer fiel, war die Richtung der kulturellen und wirtschaftlichen Übernahme eigentlich klar definiert. Der Westen brachte die D-Mark, die Reisefreiheit und ein komplett neues Gesellschaftssystem mit. Alles, was aus der DDR stammte, schien dazu verdammt zu sein, auf dem Schrottplatz der Geschichte oder in staubigen Archiven zu enden.

Doch an den Straßenkreuzungen der wiedervereinigten Hauptstadt stieß die westliche Dominanz auf einen unerwarteten, leuchtend grünen Widerstand: ein kleines Männchen mit einem etwas zu groß geratenen Kopf, einer dynamischen Schrittfolge und einem flotten Hut.

Berliner Zeitung

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