Kostenexplosion bei der GKV

Facharzt nur nach Hausarztbesuch? Diese Länder zeigen, was das wirklich bringt

Krankenkassen geben pro Jahr etwa 50 Milliarden Euro für die ambulante ärztliche Versorgung aus. Gehen wir zu oft zum Arzt? Und was machen unsere Nachbarn besser?

Eine Mutter sitzt mit ihrem Sohn im Wartezimmer einer Arztpraxis.
Eine Mutter sitzt mit ihrem Sohn im Wartezimmer einer Arztpraxis.Lem/imago

Im Jahr 2024 betrug die durchschnittliche Wartezeit auf einen Facharzttermin in Deutschland 42 Tage. Die jährlichen Mehrausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung GKV für offene Facharzt-Sprechstunden ohne Termin sind gestiegen. Lagen sie 2020, in der Corona-Pandemie also, bei rund 291 Millionen Euro, waren es 2023 bereits 814 Millionen. Insgesamt zahlt die GKV für ambulante ärztliche Leistungen pro Jahr etwa 50 Milliarden Euro.

Das System verursacht hohe Kosten bei stark ausbaufähiger Effizienz. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will deshalb, dass  Arztbesuche künftig besser koordiniert werden. Versicherte sollen in der Regel zuerst zum Hausarzt, der sie dann innerhalb des Gesundheitssystems weitervermittelt. Unnötige Besuche bei Fachärzten sollen so vermieden und Kapazitäten für wirklich benötigte Behandlungen geschaffen werden.

Berliner Zeitung

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