Kriminalität

Schießerei in Neukölln: 25-Jähriger wird in der Karl-Marx-Straße schwer verletzt

Der Schütze zielte in seine Beine. Die Polizei-Spezialeinheit „Ferrum“ versetzt alle Kommissariate in den Dienst.

Die Polizei hat die Karl-Marx-Straße voll gesperrt.
Die Polizei hat die Karl-Marx-Straße voll gesperrt.Axel Billig Pressefoto Olaf Wagner

Es ist fast schon Alltag in Berlin: Schon wieder ist scharf geschossen worden - dieses Mal in der Karl-Marx-Straße in Neukölln am hellichten Tag.

Am Nachmittag gab es dort laut Polizei „eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen“. Zeugen hörten dann einen Knall. Auf Höhe der Hausnummer 169 fanden sie einen 25-jährigen Mann blutend auf dem Gehweg, der eine Schussverletzung an den Beinen erlitten hatte.

Er wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar. Ein Großaufgebot an Polizeibeamten rückte an. Der Täter, der den Schuss abgab, flüchtete, bevor die Polizei eintraf.

Die Polizei sperrte die Karl-Marx-Straße zwischen zwischen Thomas- und Webellinstraße. Spurensicherer der Kriminaltechnik nahmen ihre Arbeit auf, Hundeführer suchten nach der Fährte des Schützen. Ermittler befragten zahlreiche Gewerbetreibende, was sie gesehen und gesehen und gehört haben.

Gereizte Anwohner an der Absperrung

Die Stimmung an den Absperrungen war am späten Nachmittag und Abend zeitweise gereizt. Anwohner, die zu ihren Häusern wollten, wurden nicht durchgelassen. Ein Mann beklagte, dass seine Kinder im Haus auf ihn warten, er wurde von der Polizei abgewiesen. An beiden Enden des Sperrbereichsstanden ungeduldige Einwohner.

Wegen der Schüsse übernahm die „BAO Ferrum“ den Fall und versetzte mehrere Kommissariate in den Einsatz. Die Spezialeinheit wurde im Herbst gegründet, um die wiederholten Schießereien in Berlin aufzuklären.

Erst am Mittwoch wurden an der Bökhstraße in Kreuzberg zwei Männer durch Schüsse in die Beine schwer verletzt. Laut Polizei waren der 25- und der 31-Jährige mit Unbekannten „in Streit geraten“.