Grippesaison

RSV-Infektionen in Berlin: Erneut starker Anstieg bei Kleinkindern

Während die RSV-Fälle im Vergleich zur Vorwoche um 70 Prozent zunehmen, flacht die Kurve bei Influenza-Viren stärker ab. Das sind die Details.

Ein Kind liegt mit hohem Fieber im Bett.
Ein Kind liegt mit hohem Fieber im Bett.Julian Stratenschulte/dpa

In Berlin nehmen die Infektionen mit RS-Viren weiter stark zu. Im Vergleich zur Vorwoche gab es ein Plus von 70 Prozent. 226 neue Fälle wurden dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) gemeldet.

Von RSV besonders betroffen sind Kleinkinder in einem Alter bis zwei Jahre. Dort betrug die Inzidenz 87 Infektionen pro 100.000 Einwohner und war damit mehr als dreimal so hoch wie die Inzidenz in den übrigen Altersgruppen. 48 Patienten mussten stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

RS-Viren: Das sagt das Abwasser-Monitoring aus

„Der Anstieg der übermittelten RSV-Fallzahlen spiegelt sich auch in den Daten des Abwasser-Monitorings wider, allerdings fällt er hier nicht so deutlich aus“, teilt das Lageso mit. „Dies kann unter anderem daran liegen, dass die am stärksten betroffene Altersgruppe der Null- bis Zweijährigen vermutlich mehrheitlich Windeln trägt und somit keinen Erreger in das Abwasser ausscheidet.“

In ganz Europa wird seit einigen Wochen ein leichter Rückgang bei Influenza-Viren beobachtet. In Berlin verläuft die Entwicklung ähnlich. Die aktuelle Anzahl der Grippefälle liegt zwar deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, reicht aber nicht an die Höchstwerte der zurückliegenden Saisons heran. Besonders stark war die Saison 2022/2023. Während die Kurve insgesamt abflacht, nehmen Infektionen mit Influenza-Viren in der jüngsten Altersgruppe zu.

Lediglich 121 neue Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet das Lageso in der jüngsten Berichtswoche. Der Abwärtstrend hält weiter an.