Leitartikel

Rot-grün-rote Koalition in Berlin: Noch weniger Neuanfang war selten

Nach wochenlangen Verhandlungen steht die rot-grün-rote Koalition in Berlin. Vieles klingt altbekannt. Wirklich neu ist nur die Regierungschefin.

Erst hat sie mit Rot-Grün-Rot gefremdelt, später hat sie immer wieder für einen gemeinsamen Vertrag gekämpft. Franziska Giffey, designierte Regierende Bürgermeisterin
Erst hat sie mit Rot-Grün-Rot gefremdelt, später hat sie immer wieder für einen gemeinsamen Vertrag gekämpft. Franziska Giffey, designierte Regierende Bürgermeisterindpa/Annette Riedl

„Zukunftshauptstadt Berlin. Sozial. Ökologisch. Vielfältig. Wirtschaftsstark“– so wortstark und je nach Lesart 149 oder 152 Seiten dick ist der Koalitionsvertrag der künftigen rot-grün-roten Berliner Regierung. Fünf lange Wochen intensiver Gespräche liegen hinter den Verhandlern. Und in diesen fünf Wochen muss in (fast) allen Beteiligten die Erkenntnis gereift sein, dass die vergangenen gemeinsamen fünf Jahre doch ganz erfolgreich waren und insgesamt auf jeden Fall fortgesetzt werden sollten. So, und nur so, ließen sich die bevorstehenden Mammutaufgaben wie eine Investitionsoffensive als Weg raus aus der Corona-Krise, eine soziale Bau- und Wohnungspolitik mit ausreichend bezahlbaren Wohnungen, ein massiver Ausbau von Netz und Takt im ÖPNV, der Ausbau zu einer klimagerechten Stadt und Dutzende Themen mehr bewältigen. Sagen SPD, Grüne und Linke.

Berliner Zeitung

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