Landgericht Berlin

Prozess um erstochenen Jogger: „Geh zur Hölle, da vorne liegt ein Toter“

Adel J. soll im vorigen November einen Jogger getötet haben. Laut Staatsanwaltschaft Berlin leidet der Beschuldigte an einer paranoiden Schizophrenie.

Berlin: Der Beschuldigte soll im vergangenen November einen Jogger getötet haben.
Berlin: Der Beschuldigte soll im vergangenen November einen Jogger getötet haben.Kay Nietfeld/dpa

Hagen B. stocken die Worte, als er an diesem Donnerstag als Zeuge vor Gericht von dem Erlebten berichtet, das ihn geschockt habe und noch immer beschäftige. Er war mit dem Fahrrad unterwegs, als ihn an jenem regnerischen Novemberabend ein Mann am Uferweg der Spree in Berlin-Treptow entgegenkam, ihn zur Hölle wünschte und erklärte, dort vorne würde ein Toter liegen.

Der 44-jährige Erzieher fuhr weiter und sah wenig später einen Mann am Boden liegen. Hagen B. berichtet, dass er kein Telefon dabei gehabt und nicht gewusst habe, was er tun solle. Mit seinem Fahrrad raste er zur nahe gelegenen Wasserschutzpolizeistation.

Berliner Zeitung

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