Iran-Proteste

Funkstille aus dem Iran: Berliner Exil-Iraner zwischen Hoffnung und Hilflosigkeit

Kein Netz, keine Nachricht, keine Gewissheit: In Berlin sorgen sich Exil-Iraner um ihre Angehörigen. Menschen aus verschiedenen Bezirken erzählen von Funkstille und von Hoffnung trotz Gewalt.

Solidaritätskundgebung für die protestierenden Menschen im Iran in Berlin.
Solidaritätskundgebung für die protestierenden Menschen im Iran in Berlin.IMAGO/Carsten Thesing

In einer Fahrschule im Wedding sitzt ein Mann auf einem Stuhl, das Handy fest in der Hand. Er ist Iraner, spricht Englisch, sein Deutsch reicht nur für den Alltag und nicht für das, was ihn gerade beschäftigt. „Das Internet funktioniert nicht mehr“, sagt er. Berichte aus dem Iran sprächen von massiver Gewalt, von Menschen, die auf offener Straße getötet worden seien. Vor allem aber spricht er von seiner Familie. Er habe sie telefonisch erreichen können. „Sie sind alle nervös.“

Berliner Zeitung

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