Um acht Uhr morgens wummert noch der Bass aus einer der Hallen auf dem RAW-Gelände. Draußen scheint die Sonne über Backsteinwände, Graffiti-Fassaden, Zäune aus rostigem Metall. Wer hier steht, erlebt einen Ort im Umbruch: drinnen tanzen sie noch, draußen bauen sie schon auf. Flohmarkt gegen Clubnacht. Zwei Welten, die nur in den frühen Sonntagmorgenstunden nebeneinander existieren.
Es ist dieser Kontrast, der das RAW so eigen macht. Auf der einen Seite der Rausch, die Körper, die seit Stunden nicht zur Ruhe kommen, auf der anderen Seite Händler und schläfrige Mitte-zwanzig-jährige Berlinerinnen, die Tische aufklappen, Kartons wuchten, Jacken aufhängen. Während sich der letzte Drink noch in die Kehle drückt, wird schon das erste Paar Turnschuhe in die Sonne gestellt.

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