Lange Nacht der Wissenschaften

Klügste Nacht des Jahres: Berliner Hochschulen und Institute öffnen ihre Türen

Am Sonnabend, 17. Juni 2023, ist es wieder so weit: Berlin und Potsdam laden zur Langen Nacht der Wissenschaften. Insgesamt gibt es mehr als tausend Angebote.

Bei der Langen Nacht der Wissenschaften sollen auch jüngere Besucher für Forschung und Technik begeistert werden.
Bei der Langen Nacht der Wissenschaften sollen auch jüngere Besucher für Forschung und Technik begeistert werden.Zarko Matovic/Berliner Hochschule für Technik

Am Sonnabend, dem 17. Juni 2023, findet in Berlin und Potsdam wieder die Lange Nacht der Wissenschaften  statt. Etwa 60 wissenschaftliche Einrichtungen präsentieren sich mit mehr als tausend Einzel-Angeboten: Vorträgen, Experimenten, Laborführungen und Wissenschaftsshows. Informationen über die einzelnen Veranstaltungen und den laufenden Ticket-Vorverkauf sind im Internet unter langenachtderwissenschaften.de zu finden.

Die Lange Nacht der Wissenschaften – auch abgekürzt LNDW – entstand einst aus der Langen Nacht der Museen. Zum ersten Mal fand sie in Berlin 2001 statt. Durchschnittlich hat sie 25.000 Besucher, wie die Veranstalter im vergangenen Jahr mitteilten, als nach der Corona-Pause von 2020 und 2021 zum ersten Mal wieder Besucher eingeladen werden konnten. Die Lange Nacht wird von den Einrichtungen selbst organisiert und finanziert, unterstützt von zahlreichen Partnern. Veranstalter ist der LNDW e.V.

Die Veranstaltungen beginnen um 17 Uhr und enden um Mitternacht. Zu einem Blick hinter die Kulissen von Wissenschaft und Forschung laden viele Berliner Hochschulen – allen voran die drei großen Berliner Universitäten – sowie verschiedene Institute und Einrichtungen Berlins ein. Dazu gehören unter anderem die Charité, das Max-Delbrück-Centrum (MDC), die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Forschungsverbund Berlin, das Futurium und das Gläserne Labor auf dem Campus Berlin-Buch.

Viele Angebote richten sich besonders an junge Besucher

Von den Kriminaltechnikern des Landeskriminalamts an der Berliner Hochschule für Technik kann man etwas über Blutspuren, Fingerabdrücke, Toxikologie und forensische Stimmenvergleiche erfahren. Die Berliner Wasserbetriebe präsentieren Forschung zur Versorgung der Stadt mit Trinkwasser – auch in Zeiten der Klimaänderungen.

Am Alfred-Wegener-Institut in Potsdam geht es um „20 Jahre deutsch-französische Arktisforschung auf Spitzbergen“. Die Charité bietet Einblicke in die Arbeit einer Intensivstation und in die modernste Herzmedizin sowie Reanimationstraining – für Kinder und Erwachsene. Bei einer „Gesundheitsolympiade mit Abzeichen“ kann man viel über seinen Körper lernen.

Viele Angebote richten sich ganz besonders an jüngere Besucher. An der Freien Universität (FU) Berlin laden zum Beispiel wie schon im letzten Jahre eine „Ägyptische Schreiberschule“, „Archäologie zum Mitmachen“ und eine biologische „Mitmachrallye“ ein. Die Humboldt-Universität ermöglicht einen „Blick in die Welt des Unsichtbaren – mit dem Elektronenmikroskop“ und Chemie zum Anfassen im „Mit-Mach-Labor“.

Mit dem Ticket für fünf Freunde kann man gut sparen

An der Technischen Universität (TU) kann man sich unter anderem mit 3D-Druck, einer „Bakterien-Bar“ und Amateurfunk befassen, sein „Hacking-Potenzial“ entdecken, an einem „Astro-Quiz“ mit Preisen teilnehmen, den Service-Roboter „Bobbi“ kennenlernen oder simuliertes Tropen- und Wüstenklima in der „Klimakammer“ spüren.

Nach Angaben der Veranstalter kosten die Tickets regulär 14 Euro, ermäßigt 9 Euro. Das Familienticket gibt es für 27 Euro, Kinder unter sechs Jahren besuchen die LNDW kostenfrei. Beim 2022 neu eingeführten „5-Freund:innen-Ticket“ zahlt man 59 Euro. „Wer sich zu fünft zusammentut, spart 11 Euro im Vergleich zum regulären Einzelticket!“, so die Veranstalter. Damit will man ganz besonders auch junge Besucher gewinnen.