Teure Annehmlichkeiten – unter dieser Rubrik warnt der Bund der Steuerzahler vor Risiken bei der Neugestaltung des Spreeparks. Nicht nur wird laut dem jetzt vorgestellten Schwarzbuch die Sanierung und Aufwertung des Vergnügungsparks in Treptow immer teurer, vor allem erkennt der Bund der Steuerzahler Gefahren, die von einer schwer kontrollierbaren Mischfinanzierung durch den Senat ausgehen. 2022 waren die Gesamtkosten noch auf 71,9 Millionen Euro geschätzt worden, davon 37,1 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Berlin. Im Entwurf für den kommenden Doppelhaushalt seien allerdings schon gut 52, 3 Millionen Euro aus Landesmitteln vorgesehen.
Nach der für 2026 vorgesehenen Fertigstellung des Parks rechnet der Senat je nach Höhe des Eintritts demnach mit einem jährlichen Defizit „von mindestens 3,5 Millionen Euro, das aus dem Landeshaushalt bezahlt werden muss“.
Da der Bund seine Fördermittel auf einen Höchstbetrag begrenzt habe, sieht der Bund der Steuerzahler die Gefahr, dass „wegen der Mischfinanzierung zusätzliche Kosten voll zulasten des Berliner Landeshaushalts gehen“. Das Gleiche gelte für Verluste, die zusätzlich entstehen könnten, wenn die Bevölkerung den Spreepark nicht annehme – zum Beispiel wegen der ungünstigen Verkehrsanbindung.


