Kiezgeschichte

Der Mythos vom Nichtwissen: Warum Zwangsarbeit in Berlin für jeden sichtbar war

Hunderttausende Menschen wurden in der NS-Zeit quer durch alle Berliner Kieze ausgebeutet. Die Lager waren nicht versteckt, sondern befanden sich direkt vor den Haustüren der Zivilbevölkerung.

Berlin 1942: eine Zwangsarbeiterin in einem Barackenlager
Berlin 1942: eine Zwangsarbeiterin in einem BarackenlagerRolf Poss/imago

Berlin rühmt sich seiner vielschichtigen Erinnerungskultur. Das Holocaust-Mahnmal, die Topographie des Terrors und zahllose Stolpersteine prägen das Zentrum. Ein zentrales Verbrechen des Nationalsozialismus bleibt im städtischen Raum jedoch bis heute merkwürdig unsichtbar, obwohl es sich buchstäblich vor den Haustüren der Zivilbevölkerung abspielte: die massenhafte Zwangsarbeit.

Berliner Zeitung

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