Regierungsdrama

Tag fünf nach dem Eisregen: Nach Spott für Kai Wegner wird endlich Tausalz erlaubt

Der Regierende Bürgermeister fleht die SPD an, dem Einsatz von Salz zuzustimmen. Schließlich gibt seine Verkehrssenatorin die Erlaubnis. Derweil hat der Rettungsdienst schon bis Mittag 1000 Einsätze.

Polizisten helfen einem Fahrradfahrer, der bei Glatteis ausgerutscht ist.
Polizisten helfen einem Fahrradfahrer, der bei Glatteis ausgerutscht ist.Britta Pedersen/dpa

Bei seinen öffentlichen Auftritten hält sich der Humor von Kai Wegner zwar in Grenzen, trotzdem versteht es der Regierende Bürgermeister von Berlin manchmal, für Heiterkeit zu sorgen – auch bei gänzlich unlustigen Themen: etwa wenn er um Tausalz für die spiegelglatten Straßen und Wege bittet. Er möchte es sehr gern einsetzen, damit die Einwohner seiner Stadt nicht stürzen, wenn sie zur Arbeit laufen müssen, weil die Straßenbahnen noch immer nicht fahren.

Also schrieb Kai Wegner auf der Plattform X: „Wir erleben in Berlin extreme Wetterbedingungen – mit Eisregen und anhaltendem Frost. Ich appelliere an das Abgeordnetenhaus, den Einsatz von Tausalz in Berlin in Ausnahmen möglich zu machen.“ Und weiter schrieb er: „Wir müssen die gefährliche Lage auf Gehwegen, Treppen und Straßen entschärfen. Es ist unsere Pflicht, dass die Menschen auch im Winter gut und sicher durch die Stadt kommen.“

Die Folge ist ein Feuerwerk aus Spottkommentaren, das bis heute anhält. Hier nur eine sehr kleine Auswahl:

„Das sind keine extremen Wetterbedingungen. Das ist ein gewöhnlicher #Winter! Man hätte sich darauf vorbereiten können!“

Berliner Zeitung

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