Neonazis

Sie sind wieder da: Das Jungvolk mit Seitenscheitel und N-Turnschuhen marschiert durch Berlin

Die Berliner Polizei hatte mehrere Demonstrationen von Rechtsextremisten zu bewältigen. Eine fiel besonders auf.

Polizisten begleiten den Aufzug von „Deutsche Jugend Voran“.
Polizisten begleiten den Aufzug von „Deutsche Jugend Voran“.Andreas Kopietz/Berliner Zeitung

Wenn knapp hundert Neonazis demonstrieren, dann kann Berlins Innenstadt schon mal zur Sperrzone werden. So war es am Sonnabendnachmittag. Da war die Polizei aber schon längst im Großeinsatz. Denn ab Mittag demonstrierten in Marzahn etwa 200 Anhänger der rechtsextremistischen Kleinpartei „Der III. Weg“. Ein „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ hatte zu Gegenprotesten aufgerufen und war mit rund 160 Leuten angereist.

Am Nachmittag gab es am Großen Stern in Tiergarten eine Demo mit mehreren Hundert Menschen. Aufgerufen hatte der Sänger Xavier Naidoo, der in letzter Zeit mit Thesen zur Form der Erde, zur staatlichen Verfasstheit dieses Landes und über unterirdische Anlagen, in denen die Elite Kinder halte, von sich reden machte.

Und dann zog am Nachmittag auch noch eine Demo am Potsdamer Platz los. Diese hatte die größten Auswirkungen auf das innenstädtische Leben. Den Potsdamer Platz hatte die Polizei mit vielen Gittern abgesperrt – ebenso die viele Kilometer lange Demostrecke durch das Botschaftsviertel und die Friedrichstadt.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar