Corona

„Ich will mein Kind zurück“: Berliner Familien berichten über Post-Covid-Drama

Die kaum erforschte Krankheit ME/CFS reißt zehntausende Kinder aus dem Leben. Eltern fühlen sich alleingelassen und von Behörden gegängelt. Zwei Schicksale aus Berlin.

Ein Mädchen schläft von Geräuschen abgeschirmt: Viele Kinder mit ME/CFS können ihr Bett kaum verlassen.
Ein Mädchen schläft von Geräuschen abgeschirmt: Viele Kinder mit ME/CFS können ihr Bett kaum verlassen.Depositphotos/imago

Heute ist ein guter Tag. Mia konnte aufstehen, ihr ist dabei nicht schwindelig geworden. Sie ist durch die Wohnung gegangen, einige Schritte nur, aber immerhin. Den letzten Crash hat sie überstanden. So nennt sich ein Zusammenbruch, den Menschen mit ME/CFS erleiden, wenn sie sich zu sehr belasten, körperlich überanstrengen, wenn zu viele Sinneseindrücke auf sie einstürmen.

Mia ist 14 Jahre alt, und sie hat ME/CFS, eine Erkrankung, die nach Virusinfektionen auftreten kann. Auslöser bei ihr war SARS-CoV-2, Corona also. Seit Herbst 2023 ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es einmal war. Es beschränkt sich fast ausschließlich auf die eigenen vier Wände. An einen normalen Schulalltag in einer Klasse zusammen mit anderen Kindern ist nicht zu denken. Mia erhält Online-Unterricht, eine Stunde am Tag, mehr ist nicht möglich.

Berliner Zeitung

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