Nachverdichtung

Hellersdorfer wenden Innenhofbebauung ab: „Zu DDR-Zeiten haben die sich dabei was gedacht“

In Hellersdorf steht ein grüner Innenhof vor der Rettung. Anwohnerproteste wurden von einem CDU-Politiker aufgegriffen – der Bezirk hat verstanden.

Hält sich an die Planung zu DDR-Zeiten: Heike Fidorra mit ihren Shih Tzus.
Hält sich an die Planung zu DDR-Zeiten: Heike Fidorra mit ihren Shih Tzus.Markus Wächter/Berliner Zeitung

Die Bebauung grüner Innenhöfe ist in Hellersdorf seit Jahren ein Ärgernis. Bäume weg, Beton auf der ehemaligen Blumenwiese – es kann schnell gehen, wenn die Baugenehmigung erteilt ist. Dann stehen Wohnblöcke, wo einst Grün zu sehen war.

Nicht weit entfernt vom Kienberg, mit seinem Park und der Seilbahn, steht Heike Fidorra im Innenhof ihres Riegels, der an ein kleines Waldstück erinnert. Umgeben von Sechsgeschossern stehen in der Luzinstraße elf kahle Bäume in der Sonne. Man hört Vogelgezwitscher. Ein Eichhörnchen huscht vorbei. „Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass hier auf einmal neue Blöcke stehen“, sagt die 56-Jährige, die zwei kleine Hunde ausführt. Es sind Shih Tzus, Irmi und Isabella. Fidorra zeigt ins Rund. „Zu DDR-Zeiten, wo das gebaut wurde, haben die sich dabei was gedacht.“ Zum Beispiel bei der „Belüftung“.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar