Beifall für einen Diktator

Heftige Kritik an Syrer-Demo in Berlin: Freudenfest und Machtdemonstration von Islamisten

Statt in Damaskus feierten Syrer auch nach einem Jahr Assads Sturz noch in Deutschland. Das Jüdische Forum beobachtet beunruhigende Allianzen.

Alte Allianzen: Jugendliche zeigen bei der Demo in Berlin ein Porträt des irakischen Diktators Saddam Hussein.
Alte Allianzen: Jugendliche zeigen bei der Demo in Berlin ein Porträt des irakischen Diktators Saddam Hussein.JFDA

Mehrere tausend Syrer feierten in Berlin den Jahrestag des Sturzes von Diktator Baschar al-Assad. Sie versammelten sich am vergangenen Sonntag an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz, unmittelbar neben dem Weihnachtsmarkt. Jubelnd zogen sie dann zum Brandenburger Tor. Die Polizei zeigte sich zufrieden und bezeichnete die Demo als „friedlich“. Auch am Dienstag sagte ein Polizeisprecher: „Keine Auffälligkeiten.“

Doch hierzu gibt es Widerspruch. „Die Polizei hat es aus ihrer Perspektive betrachtet. Aber man muss genau hinschauen“, sagt Levi Salomon, Geschäftsführer des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA). Seine Kollegen dokumentierten, wie islamistisch aufgeladen die Demonstration teilweise war. Neben zahlreichen Flaggen Syriens wehten auch Palästina-Flaggen und Shahada-Fahnen mit dem islamischen Glaubensbekenntnis. Die Shahada-Flagge war auch die Flagge des Islamischen Staates in Syrien.

Berliner Zeitung

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