Berlin-Mitte

Vom proletarischen Viertel zum Touristen-Magnet: Die Hackeschen Höfe im Wandel der Zeit

Klaus Bädicker dokumentiert seit Jahrzehnten die Veränderungen der denkmalgeschützten Hackeschen Höfe. Eine Auswahl seiner Bilder ist in einer Open-Air-Ausstellung zu sehen.

Klaus Bädicker (l.) und Stefan Wolski  haben mit ihren Bildern die Open-Air-Ausstellung in den Hackeschen Höfen bestückt. Auf 26 Tafeln erzählen sie die Geschichte des denkmalgeschützten Ensembles.
Klaus Bädicker (l.) und Stefan Wolski haben mit ihren Bildern die Open-Air-Ausstellung in den Hackeschen Höfen bestückt. Auf 26 Tafeln erzählen sie die Geschichte des denkmalgeschützten Ensembles.Markus Wächter/Berliner Zeitung

Natürlich sind Touristen da. Was wären die Hackeschen Höfe ohne Touristen. Aber noch sind es keine großen Gruppen, die hinter einem Anführer herdackeln. Dazu ist es zu früh, halb zehn am Vormittag. Die Hackeschen Höfe sind ein Besuchermagnet in Berlin-Mitte. 5000 Menschen am Tag schlendern durch das nach 1990 aufwendig sanierte Ensemble, hat die Hausverwaltung gezählt. Der verwinkelte Gebäudekomplex wirkt schon fast zu schön, um authentisch zu sein.

Unerwarteterweise müffelt es an diesem Morgen dort unangenehm. Im zweiten Hof steht ein Entsorgungsfahrzeug. Sein dicker Schlauch windet sich über die Treppen ins Kellergeschoss. Die Pumpe röhrt, die Pampe stinkt. Es ist hier also doch alles nicht so piekfein und museumsrein.

Berliner Zeitung

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