Natürlich sind Touristen da. Was wären die Hackeschen Höfe ohne Touristen. Aber noch sind es keine großen Gruppen, die hinter einem Anführer herdackeln. Dazu ist es zu früh, halb zehn am Vormittag. Die Hackeschen Höfe sind ein Besuchermagnet in Berlin-Mitte. 5000 Menschen am Tag schlendern durch das nach 1990 aufwendig sanierte Ensemble, hat die Hausverwaltung gezählt. Der verwinkelte Gebäudekomplex wirkt schon fast zu schön, um authentisch zu sein.
Unerwarteterweise müffelt es an diesem Morgen dort unangenehm. Im zweiten Hof steht ein Entsorgungsfahrzeug. Sein dicker Schlauch windet sich über die Treppen ins Kellergeschoss. Die Pumpe röhrt, die Pampe stinkt. Es ist hier also doch alles nicht so piekfein und museumsrein.

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