Den Blackout wollten vier Männer offenbar dazu nutzen, um an viel Geld zu gelangen. Polizistinnen und Polizisten einer Einsatzhundertschaft hatten bei einer Streife durch das vom Stromausfall betroffene Gebiet in der Nacht zu Montag vier Tatverdächtige festgenommen, die in Nikolassee einen Geldautomaten knacken wollten. Nach Informationen der Bild-Zeitung sollen die verdächtigen Männer dem Remmo-Clan angehören.
Nach Angaben der Polizei war den Beamten gegen 21.30 Uhr auf der Spanischen Allee ein Mann an einem Geldautomaten aufgefallen, der beim Anblick der Einsatzkräfte die Flucht ergriffen habe. Der Verdächtige sei zu einem in der Nähe geparkten Auto gerannt, hieß es. An dem Geldautomaten seien deutliche Einbruchsspuren festgestellt worden.
Ein weiterer Mann, der an dem Fahrzeug gestanden habe, sei von dem Wagen weggelaufen. Der 32-Jährige habe jedoch noch in der Nähe festgenommen werden können.
Der Fahrer des Autos soll mit hoher Geschwindigkeit auf die Zufahrt der Autobahn 115 gerast sein. Dort konnte der Wagen gestoppt werden, die drei 27, 31 und 34 Jahre alten Insassen seien überprüft worden. Da in dem Auto eine Tasche mit Einbruchswerkzeug entdeckt wurde und der Verdacht bestand, dass die Insassen des Fahrzeugs mit dem Einbruchsversuch am Geldautomaten zu tun haben, wurden sie ebenfalls festgenommen. Die Polizei bestätigte nicht, dass es sich um Mitglieder der Remmo-Familie handelt. „Ob eine Verbindung zur sogenannten Clankriminalität besteht, werde untersucht“, hieß es am Mittwoch.


