Kriminalität

Geldautomat im Visier von Kriminellen: Polizei soll Remmos beim Blackout erwischt haben

Beamte nahmen bei einer Streife durch das vom Stromausfall betroffene Gebiet vier Männer fest, die offenbar einen Geldautomaten in Nikolassee knacken wollten.

Einer der Tatverdächtigen soll laut Bild-Zeitung die Villa in Buckow erworben haben.
Einer der Tatverdächtigen soll laut Bild-Zeitung die Villa in Buckow erworben haben.Sophie-Marie Schulz

Den Blackout wollten vier Männer offenbar dazu nutzen, um an viel Geld zu gelangen. Polizistinnen und Polizisten einer Einsatzhundertschaft hatten bei einer Streife durch das vom Stromausfall betroffene Gebiet in der Nacht zu Montag vier Tatverdächtige festgenommen, die in Nikolassee einen Geldautomaten knacken wollten. Nach Informationen der Bild-Zeitung sollen die verdächtigen Männer dem Remmo-Clan angehören.

Nach Angaben der Polizei war den Beamten gegen 21.30 Uhr auf der Spanischen Allee ein Mann an einem Geldautomaten aufgefallen, der beim Anblick der Einsatzkräfte die Flucht ergriffen habe. Der Verdächtige sei zu einem in der Nähe geparkten Auto gerannt, hieß es. An dem Geldautomaten seien deutliche Einbruchsspuren festgestellt worden.

Ein weiterer Mann, der an dem Fahrzeug gestanden habe, sei von dem Wagen weggelaufen. Der 32-Jährige habe jedoch noch in der Nähe festgenommen werden können.

Der Fahrer des Autos soll mit hoher Geschwindigkeit auf die Zufahrt der Autobahn 115 gerast sein. Dort konnte der Wagen gestoppt werden, die drei 27, 31 und 34 Jahre alten Insassen seien überprüft worden. Da in dem Auto eine Tasche mit Einbruchswerkzeug entdeckt wurde und der Verdacht bestand, dass die Insassen des Fahrzeugs mit dem Einbruchsversuch am Geldautomaten zu tun haben, wurden sie ebenfalls festgenommen. Die Polizei bestätigte nicht, dass es sich um Mitglieder der Remmo-Familie handelt. „Ob eine Verbindung zur sogenannten Clankriminalität besteht, werde untersucht“, hieß es am Mittwoch.

Die Bild-Zeitung hatte berichtet, dass zwei der Festgenommenen die Söhne des Clanchefs sein sollen. Bei einem weiteren Verdächtigen soll es sich um den Mann handeln, der die Familienvilla in Alt-Buckow gekauft haben soll, die die Staatsanwaltschaft 2018 beschlagnahmen ließ – weil sie, wie insgesamt 77 Immobilien, mit Geld aus Straftaten erworben worden sein soll.