Der Konflikt rund um das Sozialhotel in der Fuggerstraße in Schöneberg spitzte sich zuletzt dramatisch zu. Von „unhaltbaren Zuständen“ war die Rede. Doch die sind nicht über Nacht entstanden – sie sind das Ergebnis jahrelangen Wegsehens.
Seit Mitte der 2010er-Jahre wurde das frühere BB-Hotel zunächst als Unterkunft für Geflüchtete genutzt, später diente es als Obdachlosenunterkunft. Inzwischen ist das Haus geräumt – doch die Debatte über Berlins Behördenversagen ist damit keineswegs zu Ende.
Schon früh gab es Hinweise auf Gewaltvorfälle im Umfeld des Gebäudes; zudem klagten Anwohner über Lärm und Müll. Die Frage liegt auf der Hand: Warum hat der Bezirk diese Zustände so lange geduldet?
Monate-, wenn nicht gar jahrelang fühlten sich die Anwohner der Unterkunft belästigt und bedroht. Sie berichten, sich durch aggressiv auftretende Bewohner zunehmend unsicher gefühlt zu haben.

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