Weltausstellung in Berlin

Expo-Initiative nimmt Stellung zu Wegners Olympia-Strategie: „Kein Widerspruch“

Obwohl der Senat auf Olympia setzt, hält die Expo-Initiative um Ex-IHK-Chef Girl weiter an einer Bewerbung für die Weltausstellung fest – und will ihre Pläne nun dem Bund vorlegen.

Bei einer Pressekonferenz stellte die Expo-Initiative Details zum Businesskonzept sowie umfangreiche Masterpläne vor. Jetzt will man damit beim Bund vorstellig werden.
Bei einer Pressekonferenz stellte die Expo-Initiative Details zum Businesskonzept sowie umfangreiche Masterpläne vor. Jetzt will man damit beim Bund vorstellig werden.Emmanuele Contini/Berliner Zeitung

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: „Olympia ja, Expo nein“, hatte Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz vor wenigen Tagen zum „Stand der Olympia-Bewerbung“ erklärt. Kai Wegner, auch danach weiterhin das Wort „Expo“ meidend, betonte: Die Priorität des Senats liege jetzt „klar auf Olympia“, ein „bunter Blumenstrauß an Großveranstaltungen“ sei nicht möglich – so hätten es Vertreter des DOSB signalisiert. Der DOSB dementierte später jedoch, eine Olympia-Priorisierung eingefordert zu haben.

Da war die Olympia-Expo-Debatte längst entfacht. Kritiker warfen dem Regierenden vor, ein riskantes Prestigeprojekt zu verfolgen, obwohl Berlin international kaum Chancen auf einen Zuschlag habe. Und zuletzt fiel sogar Bundeskanzler Merz Wegner in aller Öffentlichkeit in den Rücken, als er sich bei einem Besuch im Rathaus weder für die Olympiade noch gegen eine Expo äußerte, sondern schmunzelnd anmerkte: „Ich schließe für Berlin gar nichts aus.“

Berliner Zeitung

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