Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: „Olympia ja, Expo nein“, hatte Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz vor wenigen Tagen zum „Stand der Olympia-Bewerbung“ erklärt. Kai Wegner, auch danach weiterhin das Wort „Expo“ meidend, betonte: Die Priorität des Senats liege jetzt „klar auf Olympia“, ein „bunter Blumenstrauß an Großveranstaltungen“ sei nicht möglich – so hätten es Vertreter des DOSB signalisiert. Der DOSB dementierte später jedoch, eine Olympia-Priorisierung eingefordert zu haben.
Da war die Olympia-Expo-Debatte längst entfacht. Kritiker warfen dem Regierenden vor, ein riskantes Prestigeprojekt zu verfolgen, obwohl Berlin international kaum Chancen auf einen Zuschlag habe. Und zuletzt fiel sogar Bundeskanzler Merz Wegner in aller Öffentlichkeit in den Rücken, als er sich bei einem Besuch im Rathaus weder für die Olympiade noch gegen eine Expo äußerte, sondern schmunzelnd anmerkte: „Ich schließe für Berlin gar nichts aus.“

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