Verkehr

Berlins größte Blitzer-Fallen: Hier tappen Autofahrer am häufigsten rein

Über eine Million Mal hat es 2025 in der Hauptstadt geblitzt. Besonders in Mitte häufen sich die Tempoverstöße. Die aktuellen Zahlen im Überblick.

Scharf geschaltet: Der rote Blitz einer modernen Vitronic-Geschwindigkeitsmessanlage lauert im Gebüsch.
Scharf geschaltet: Der rote Blitz einer modernen Vitronic-Geschwindigkeitsmessanlage lauert im Gebüsch.IMAGO/Maximilian Koch

Die Berliner Polizei hat Raser im vergangenen Jahr mehr als eine Million Mal geblitzt. Dies geht aus einer aktuellen Senatsanfrage des CDU-Abgeordneten Alexander Herrmann hervor. Demnach lösten stationäre Anlagen 2025 knapp 373.000-mal aus, während mobile Blitzer mit 826.000 Erfassungen noch weitaus häufiger zuschlugen.

Mitte als Spitzenreiter der Blitzer-Statistik

Besonders oft tappen Autofahrer im Bezirk Mitte in die Radarfalle: Hier wurden im vergangenen Jahr rund 221.000 Verstöße registriert. Es folgen Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg. Am seltensten blitzte es mit knapp 19.000 Fällen in Marzahn-Hellersdorf. Der stadtweite Hotspot der Geschwindigkeitsüberwachung ist die Heidestraße in Mitte mit über 43.100 Verstößen, dicht gefolgt von der Autobahn 111 in Reinickendorf und der Autobahn 115.

Fokus auf mobile Gefahrenabwehr

An den Standorten fester Blitzer zählte die Polizei lediglich 74 Unfälle, die auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen waren. Bei mobilen Kontrollstellen waren es hingegen 435 Unfälle. Laut Alexander Herrmann liege dies daran, dass mobile Kontrollen dort ansetzen, wo im Alltag eine konkrete Unfallgefahr bestehe, während feste Blitzer den Autofahrern oft schlicht bekannt seien. Vor diesem Hintergrund fordert er den Senat dazu auf, die Bezirke künftig stärker einzubinden, damit beispielsweise Ordnungsämter eigene Geschwindigkeitsmessungen im Nebenstraßennetz durchführen können.