Berlin, nach Silvester. Die Stadt riecht noch nach Rauch, der Asphalt ist feucht, der Himmel grau. Und während viele sich nach der großen Sause in der Stadt noch umdrehen, auskatern oder Fotos von der „legendären Nacht“ posten, beginnt für andere die eigentliche Arbeit. Noch in der Neujahrsnacht, morgens um 3 Uhr, sind die Beschäftigten der Berliner Stadtreinigung auch in diesem Jahr ausgerückt, 500 an der Zahl, um einzusammeln, was die Feiernden zurückgelassen haben: zerfetzte Feuerwerksbatterien, verkohlte Raketenreste, Flaschen, Plastik, Pappe. Die Überbleibsel einer kollektiven Ich-Feier. Die BSR räumt es weg. Still, routiniert, unter Zeitdruck. Ohne Applaus. Wortlos.

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