Die Lage für die Frierenden im Berliner Südwesten ist ernst. Schon den vierten Tag müssen mehr als hunderttausend Menschen unter dem Stromausfall leiden, den mutmaßlich Linksterroristen verursacht haben. Doch je ernster die Lage, umso absurder die Diskussion.
Erst preist SPD-Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey im Stil einer Marketingkampagne den Leuten, die in Steglitz-Zehlendorf ausharren, auf Instagram Hotels für 70 Euro pro Nacht an. Mit großzügiger Geste erklärt sie: „Das Land Berlin verzichtet in all diesen Fällen auf die Erhebung der City Tax. Das zeugt vom großen Zusammenhalt und der Solidarität, die die Berlinerinnen und Berliner in schwierigen Zeiten immer wieder aufbringen.“ Das sei ein Rabattangebot der Hotelbranche, befindet darunter ein Kommentator. „Das ist kein gutes Angebot, das ist ein Armutszeugnis für das Krisenmanagement.“

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