Mobilität

BER-Chefin spricht Klartext: Warum Berlin nicht mehr Langstreckenflüge bekommt

Hohe Kosten schrecken ab, so Aletta von Massenbach. Aber es gibt noch andere Faktoren. Ostdeutschland leidet besonders. Ihre Forderung an die Politik ist unmissverständlich.

Passagiere am BER in Schönefeld: Dieses Jahr waren es 25,3 Millionen. Vor der Pandemie waren es 2019 auf den damaligen Berliner Airports Tegel und Schönefeld zusammen 35,6 Millionen Fluggäste.
Passagiere am BER in Schönefeld: Dieses Jahr waren es 25,3 Millionen. Vor der Pandemie waren es 2019 auf den damaligen Berliner Airports Tegel und Schönefeld zusammen 35,6 Millionen Fluggäste.Christoph Soeder/dpa

Es ist ein Traum, den diese Stadt schon seit mehr als drei Jahrzehnten träumt: Berlin als Knotenpunkt des Weltflugverkehrs mit Direktverbindungen in alle Metropolen. Doch dieser Traum ist nicht nur wegen der speziellen Geschichte und der Wirtschaftsschwäche des Luftfahrtstandorts Berlin unrealistisch. Immer weiter steigende staatliche Gebühren und Steuern verteuern vor allem Langstreckenflüge. „Deutschland und damit auch Berlin verliert an Konnektivität. Das halten wir für falsch“, sagte Flughafenchefin Aletta von Massenbach am Dienstag. Dass die Luftfahrt hierzulande nicht wachse, werde das Weltklima nicht retten. Sie forderte eindringlich, die Luftverkehrssteuer zu senken.

Im Haus der Luftfahrt zeigte von Massenbach eine Karte der Langstreckenflüge am BER, die übersichtlich wirkte. New York, Miami, Jeddah, Doha, Dubai, Singapur und Peking: Diese sieben Destinationen sind die einzigen Städte auf anderen Kontinenten, die sich vom neuen Schönefelder Flughafen nonstop erreichen lassen. Elf Verbindungen gibt es.

Berliner Zeitung

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