Die Bilder aus Teheran, Isfahan und Maschhad haben die Welt erschüttert. Seit Monaten protestieren im Iran Zehntausende gegen das Mullah-Regime – gegen Repression, Gewalt und politische Willkür. Menschenrechtsorganisationen sprechen von Tausenden Toten. Während die Proteste im Land brutal niedergeschlagen wurden, verschärft sich zugleich der geopolitische Ton: In Washington droht US-Präsident Donald Trump offen mit einem Sturz der Führung in Teheran, die Europäische Union diskutiert weitere Sanktionen. Der Konflikt ist längst mehr als eine innenpolitische Krise – er ist Teil einer globalen Machtverschiebung.
Der Iran ist nicht nur ein autoritär regierter Staat im Inneren, sondern auch strategischer Partner Russlands und Chinas. Die Auseinandersetzung um das Regime in Teheran berührt deshalb Grundfragen der internationalen Ordnung: Steht die Welt vor einer weiteren militärischen Eskalation? Würden äußere Eingriffe das Leid der Bevölkerung lindern – oder verschärfen? Und welche Perspektiven bleiben den Menschen im Iran zwischen innerer Repression und äußerem Druck?
Diesen Fragen widmet sich der 4. Adlershofer Polit-Salon unter dem Titel „Aufruhr im Gottesstaat – die Massenproteste im Iran und der Kampf um die Neuordnung der Welt“.
Als Gast wird die Außenpolitikerin Sevim Dagdelen erwartet. Die langjährige Bundestagsabgeordnete – zunächst für Die Linke, später für das Bündnis Sahra Wagenknecht – war stellvertretende Fraktionsvorsitzende und außenpolitische Sprecherin. Sie gehörte dem Auswärtigen Ausschuss sowie dem Verteidigungsausschuss an und bringt umfassende parlamentarische Erfahrung in internationalen Fragen mit.
Ebenfalls auf dem Podium: Andreas Reinicke, früherer EU-Sonderbeauftragter für den Nahost-Friedensprozess und Botschafter in Syrien und Tunesien. Der promovierte Jurist war über Jahrzehnte im diplomatischen Dienst tätig und leitet heute ehrenamtlich das Deutsche Orient-Institut in Berlin. Seine Expertise reicht von regionaler Sicherheitspolitik bis zu Fragen multilateraler Konfliktlösung.
Die Moderation übernimmt der Journalist Dietmar Ringel, der durch den Abend führen und die Diskussion strukturieren wird. Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, mitzudiskutieren.
Das Theater öffnet um 18:30 Uhr. Beginn der Veranstaltung ist um 19:30 Uhr. Karten sind im Vorverkauf für 25 Euro erhältlich, an der Abendkasse für 29 Euro.
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