Stromausfall

Anschlag auf das Berliner Stromnetz: Warum keiner die Million Belohnung wollte

Am Dienstag sollte die Frist für Hinweisgeber verstreichen. Dass die Polizei keine heißen Tipps bekam, hat seine Gründe.

Ein Fahndungsplakat des Bundeskriminalamte zum Stromausfall vom 3. Januar im Berliner Südwesten.
Ein Fahndungsplakat des Bundeskriminalamte zum Stromausfall vom 3. Januar im Berliner Südwesten.Davids

Ein Tippgeber hätte reich werden können – doch nun ist es zu spät. An diesem Dienstag lief die Frist für die ausgeschriebene Belohnung aus. Eine Million Euro hätte es gegeben für Hinweise, die zur Aufklärung des Brandanschlags auf das Berliner Stromnetz geführt hätten. Die Hinweise kamen nicht. Und das hat Gründe.

Am 3. Januar hatten Unbekannte an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe dem Kraftwerk Lichterfelde Brandsätze gezündet. Etwa 45.000 Haushalte und mehr als 2200 Gewerbebetriebe im Berliner Südwesten und damit mehr als 100.000 Menschen waren bis zu fünf Tage ohne Strom – und das bei Minustemperaturen. Zu dem Anschlag, der den längsten Stromausfall in der Hauptstadt seit dem Zweiten Weltkrieg zur Folge hatte, bekannte sich die linksextremistische Vulkangruppe. Diese hatte bereits im September in Treptow-Köpenick einen Brandanschlag auf die Stromversorgung verübt, der zehntausende Haushalte vom Netz abschnitt.

Berliner Zeitung

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