Gerade macht ein alter Gedichtband die Runde, den der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer als junger Student verfasst haben soll. „Kopfpilz“ heißt das Werk und darin geht es ordentlich zur Sache. Die Zeilen, die gerade durch deutsche Zeitungen und Podcasts gereicht werden, klingen nach der unersättlichen Wolllust eines jungen Intellektuellen. Zum Beispiel hier: „und schlingen unsere Leiber / schlemmen unsere Fleischer / erschlagen unsere Zeiter / und schlagen auf uns selber ein / zum Töten sind wir uns zu fein / verdampfter Lieberschleim“. Diese Zeilen soll Weimer nicht nur geschrieben, sondern auch im Eigenverlag im Jahr 1986 publiziert haben.

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