Zu Beginn sehen wir Astrid Passin in ihrem Haus im Südosten Berlins in einem Fotoalbum blättern: Sie als Baby mit ihrem Vater, einem drahtigen, liebevoll dreinblickenden Mann mit Wuschelhaaren. „Oi, ein Küsschen“, trägt eines der Schwarz-Weiß-Bilder als Überschrift. Ein Küsschen wird sie nie wieder kriegen von ihm, ihr „Papi“ ist tot, er ist eines der zwölf Todesopfer des islamistischen Terroranschlags vom 19. Dezember 2016. Eigentlich hatte er ins Theater gewollt mit seiner Lebensgefährtin, aber weil die Vorstellung ausverkauft war, entschieden sie sich für den Weihnachtsmarkt. Ein Sekunden-Entschluss, der im Leben der Passins alles ändern sollte.

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