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Hier wird stimmig und packend erzählt: Die ARD-Miniserie „Sternstunde der Mörder“

Die eindringliche Geschichte spielt im Frühjahr 1945 in Prag. Geschickt verbindet sie Psychothriller und Melodram mit der Historie.

Szenenbild mit Jonas Nay: „Sternstunde der Mörder“
Szenenbild mit Jonas Nay: „Sternstunde der Mörder“ARD Degeto Film/NDR/Servus TV/Canal+Austria/HR/Zeitgeist Filmproduktion/EPO-Film/Petro Domenigg

Der Historie widmet sich das Fernsehen meist nur zu runden Jahrestagen. So liefen im vergangenen Jahr mehrere Dramen zum 80. Jahrestag der Nürnberger Prozesse. Genau 81 Jahre liegen jene Ereignisse zurück, die der hier beschriebene, sehenswerte ARD-Vierteiler aufbereitet. „Sternstunde der Mörder“ spielt in Prag von März bis Mai 1945. Der befremdliche Titel stammt von der Romanvorlage. Pavel Kohout, der das Kriegsende in Prag als 16-Jähriger erlebte, war 1968 einer der Wortführer des „Prager Frühlings“ und wurde aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen. Nach seinem Engagement für die „Charta 77“ wurde er nach Österreich ausgebürgert – „Sternstunde der Mörder“ erschien 1997.

Berliner Zeitung

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