TV-Kritik

Das ARD-Dokudrama „Führer und Verführer“: Die Genese des Hetzers Joseph Goebbles

Jedoch versenkt der Sender diesen durchaus sehenswerten Film in seinem Nachtprogramm. Und konterkariert damit seine aufklärerische Mission.

Robert Stadlober (l.) als Joseph Goebbels und Fritz Karl als Adolf Hitler
Robert Stadlober (l.) als Joseph Goebbels und Fritz Karl als Adolf HitlerStephan Pick

Dieser Film eröffnet rein akustisch. Ein Interview mit Adolf Hitler belegt, dass er normal reden konnte und nicht immerzu schrie wie auf dem Rednerpodium. Im Vorspann erklärt Autor und Regisseur Joachim Lang, dass sein Film „Führer und Verführer“ das Bild der Hitler-Inszenierung „durchbrechen“ wolle: „Nur wenn wir die größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte aus der Nähe betrachten, können wir ihnen die Maske vom Gesicht reißen, die Mechanismen der Demagogie durchschaubar machen und auch die Hetzer der Gegenwart entwaffnen.“

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar