Ende 2023, kurz bevor der Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters in Weimar die vorzeitige Vertragsauflösung verkündete, sprach er bei einer Konferenz zu der Frage, warum Ostdeutsche auf Intendantenposten unterrepräsentiert sind. Jetzt fühlt es sich fast wie eine Pointe an: Der Dresdner Hasko Weber räumt mit 60 Jahren seinen Sessel, künftig teilen sich zwei Westdeutsche und ein Österreicher seinen Posten.
Weber wiederum übernimmt interimistisch das Staatstheater Cottbus, von dem sich der Schweizer Intendant Stefan Märki auf eigenen Wunsch verabschiedet. Treibt die politische Lage im Osten der Republik die Intendanten freiwillig aus den Ämtern? Was ist die besondere Herausforderung und Funktion des Theaters in den strukturschwachen Gegenden der ehemaligen DDR? Wie steht es um die Institutionen und die künstlerische Freiheit und was ist nach den Landtagswahlen zu erwarten, wenn die AfD an Macht gewinnt? Es gibt viel mit Hasko Weber zu besprechen, der seit 202o stellvertretender Präsident des Deutschen Bühnenvereins ist.

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